Modul 4.3
RAHMEN K5-8
A6DV5X
KOMMENTAR LANDESJURY:
Wohnen im Wandel: Urbane Inseln der Zukunft.
Elisa Schneider vom Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim (Jahrgang 12) widmet sich in ihrem Beitrag einer der drängendsten Fragen für das Europa der Zukunft: Wie wohnen wir sicher in Zeiten des Klimawandels? Mit einer beeindruckenden Vision reagiert sie künstlerisch auf die Bedrohung durch steigende Meeresspiegel und zunehmende Naturkatastrophen. Die gestalterische Besonderheit liegt in der harmonischen Darstellung einer schwimmenden, autarken Stadtlandschaft. In sanften Aquarelltönen fängt Elisa eine Atmosphäre ein, die trotz der ernsten Thematik Hoffnung ausstrahlt. Ihr Entwurf integriert innovative Lösungen zur Energiegewinnung direkt in den Lebensraum und schafft eine schützende, kreisförmige Struktur, die Gemeinschaft und Sicherheit bietet. Besonders faszinierend ist der Kontrast zwischen der weiten Wasserlandschaft und den funktionalen, nachhaltigen Wohnmodulen im Zentrum. Ein zukunftsorientierter und technisch reflektierter Beitrag, der zeigt, dass Architektur die Antwort auf ökologische Herausforderungen sein kann.
Modul 4.3
RAHMEN K5-2
A79T2P
KOMMENTAR LANDESJURY:
Dieses beeindruckende Werk von Erik Sulzmann zum Thema „Wohnen als Selbstverständlichkeit?!“ eröffnet einen poetischen Blick auf Heimat im kosmischen Maßstab. Auf dem Bild ist ein Teil einer Stadt im Weltall zu sehen, die nach dem Abschmelzen der Pole als neuer Lebensraum für die Bevölkerung errichtet wurde. Inmitten der Weite des Weltalls schwebt eine Insel mit einem blühenden Kirschblütenbaum, den der Zehntklässler der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich als Symbol für das Leben, den Tod und den Neuanfang im Zentrum des Bildes platziert. Die zarten Rosatöne der Blüten stehen in berührendem Kontrast zu den tiefen Blau- und Schwarztönen des Universums und verleihen dem Bild eine besondere Strahlkraft. Besonders eindrucksvoll ist die harmonische Verbindung von Natur und Technik, die zeigt, dass nachhaltiges Wohnen ein zentrales Anliegen unserer europäischen Wertegemeinschaft ist.
Modul 4.3
RAHMEN K5-3
ATV22N
KOMMENTAR LANDESJURY:
Zornitsa Prodanova stellt in ihrem Bild zum Thema „Wohnen als Selbstverständlichkeit?“ das Haus als schützenden, von starken Händen getragenen Raum dar und macht damit sichtbar, dass Wohnen keine Ware, sondern ein grundlegendes Menschenrecht ist. Die Hände symbolisieren zentrale Werte Europas wie Solidarität, Gleichberechtigung, Gemeinschaft und Menschenwürde und zeigen die Verantwortung der Gesellschaft. Die warme, leuchtende Farbgebung im Inneren des Hauses vermittelt Geborgenheit, Hoffnung und Zusammenhalt, während die dunkleren Töne im unteren Bildbereich soziale Ungleichheit und Ausgrenzung eindrucksvoll kontrastieren. Mit großer Sensibilität zeigt die Schülerin der 11. Jahrgangsstufe der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich unterschiedliche Lebensrealitäten: gemeinschaftliches Miteinander im Haus und existenzielle Not am Rand der Gesellschaft. Diese Gegenüberstellung zeugt von einem reifen Blick auf gesellschaftliche Verantwortung und von bemerkenswerter Empathie. Die detailreiche Gestaltung der einzelnen Räume lädt dazu ein, innezuhalten und das Zusammenleben in all seiner Vielfalt zu entdecken. Gleichzeitig stellt das Bild eine kritische Frage an uns alle und fordert dazu auf, europäische Werte aktiv zu schützen und zu leben.
Modul 4.3
RAHMEN K5-4
AAVP3P
KOMMENTAR LANDESJURY:
Architektur der Vielfalt – Ein europäisches Zuhause.
Alisa Fischbach vom Gymnasium Taunusstein (Jahrgangsstufe 11) präsentiert eine gestalterisch brillante Vision für den zukunftsweisenden Wohnungsbau. Ihr Werk vereint unterschiedliche Baustile und kulturelle Identitäten in einem einzigen, harmonischen Gebäudekomplex.
Besonders beeindruckend ist die zeichnerische Präzision und die symbolstarke Komposition: Von griechischen Säulen über deutsches Fachwerkerbe bis hin zu modernen, begrünten Glaskonstruktionen („Skyline“ und „Natur“) verschmelzen die Elemente zu einem lebendigen Ort der Begegnung. Die zentrale Beschriftung „DIVERSITY“ über dem französischen Ladenlokal wird dabei zum Programm. Alisa zeigt eindrucksvoll, dass zukunftsorientiertes Wohnen in Europa dort entsteht, wo Tradition und Moderne aufeinandertreffen und Raum für kulturelle Teilhabe schaffen. Ein visuell fesselnder Beitrag, der die Idee eines „gemeinsamen europäischen Hauses“ architektonisch greifbar macht.
Modul 4.3
RAHMEN K5-1
A8D64M
KOMMENTAR LANDESJURY:
BUNDESPREIS
Zukunft Wohnen: Vernetzt, Nachhaltig, Sozial.
Bundespreisträger: Leonard Trautmann vom Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim (Jahrgang 12) präsentiert zum Modulthema 4.3 einen architektonisch wie gesellschaftlich durchdachten Entwurf für den europäischen Lebensraum von morgen. Sein Werk zeigt eindrucksvoll, dass zukunftsweisender Wohnungsbau weit über das Errichten von Gebäuden hinausgeht.
Die Gestaltung besticht durch ihre Vielschichtigkeit: In einer harmonischen Kombination aus Vogelperspektive und Nahansicht visualisiert Leonard eine Stadt, die auf kurzen Wegen, regenerativen Energien und sozialer Gerechtigkeit basiert. Besonders die Details – von der modernen Bahnanbindung über begrünte Gemeinschaftsflächen bis hin zu Orten der kulturellen Begegnung – unterstreichen seine Vision einer inklusiven Gesellschaft. Durch die warme, lebendige Farbgebung vermittelt das Bild Zuversicht und zeigt auf, wie durch Wohngenossenschaften und kluge Stadtplanung ein „Wir-Gefühl“ in Europa wachsen kann. Ein inspirierender Beitrag, der technische Innovation mit tiefem humanistischem Verständnis verbindet.
Modul 4.3
RAHMEN K5-6A + K5-6B
AT6N6Z
KOMMENTAR LANDESJURY:
Luca Heß aus der Jahrgangsstufe 12 der Karl Kübel Schule in Bensheim hat am 73. Europäischen Wettbewerb mit dem Modulthema 4.3 „Wohnen als Selbstverständlichkeit?!“ teilgenommen. Die beiden Plakate rücken eindrucksvoll die Situation obdachloser Menschen in Europa ins Bewusstsein.
Im ersten Motiv wirkt eine Bank zunächst inklusiv, da ein Platz für einen Rollstuhlfahrer vorgesehen scheint. Bei genauerem Hinsehen enthüllt die Gestaltung jedoch eine ganz andere Absicht: Das Schlafen Obdachloser soll durch sogenanntes „defensives Design“ verhindert werden. So entsteht ein prägnanter Kommentar in Bild und Text über widersprüchliche Maßnahmen, die Inklusion vorgaukeln und zugleich ausschließen. Das zweite Plakat zeigt eine Bank mit Metallbügel, die jede Ruheposition unmöglich macht, das Kissendetail verweist behutsam auf das Bedürfnis nach Schutz und Wärme. Luca eröffnet mit beiden Motiven einen wichtigen Blick auf Menschenwürde im europäischen Alltag und setzt ein nachdrückliches Zeichen für Mitgefühl und gesellschaftliche Verantwortung.
Modul 4.3
RAHMEN K5-7A + K5-7B
AM9Y9R
KOMMENTAR LANDESJURY:
Die Zwölftklässlerin Annik Lulay stellt in ihrer Plakatkampagne zum Modulthema 4.3 „Wohnen als Selbstverständlichkeit?!“ diese Selbstverständlichkeit mit kontrastierenden Motiven grundsätzlich in Frage: Während das eine Plakat Menschen in den Mittelpunkt stellt, die bei der Wohnungssuche oftmals mit ungerechtfertigten Hürden konfrontiert sind, wird auf dem anderen Plakat privilegierteren Wohnungssuchenden sprichwörtlich „der rote Teppich ausgerollt“. Unterstützt werden die Bildaussagen durch die kontrastreiche Inszenierung von Scherenschnittoptik, kräftigen Hintergrundfarben und grafischen Details wie Graffiti, Schilder oder Interieurandeutungen. Die Schülerin der Karl Kübel Schule in Bensheim schärft durch diese Gegenüberstellung das Bewusstsein für strukturelle Unterschiede und setzt damit ein starkes Zeichen für Fairness und Menschenwürde. Annik macht zusätzlich zu den Motiven auch mittels der abschließenden Copy klar, dass eine Wohnung Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe ist und erschwerter Zugang grundlegende Rechte verletzt.
Modul 4.3
RAHMEN K5-5
A4K879
KOMMENTAR LANDESJURY:
BUNDESPREIS
Wohnen als Selbstverständlichkeit?! – Vision einer nächtlichen Zukunft.
Largo Zofcin von der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich (Jahrgang 10) präsentiert zum Modulthema 4.3 eine atmosphärisch dichte und nachdenklich stimmende Zukunftsvision. Sein Werk nutzt eine beeindruckende Lichtregie, um die existenzielle Frage nach sicherem Wohnraum in einem modernen Europa zu visualisieren.
Besonders hervorzuheben ist die kontrastreiche Gestaltung: Während die hohen, dicht aneinandergereihten Häuser durch ihre leuchtenden Fenster Wärme suggerieren, unterstreicht die dunkle, fast monochrome Umgebung eine spürbare Einsamkeit. Die zentrale, anonyme Gestalt im Vordergrund wird zum Mahnmal für jene Menschen, für die das Grundbedürfnis Wohnen durch globale Krisen – symbolisiert durch den markanten Himmelskörper – gefährdet ist. Einen hoffnungsvollen Gegenakzent setzt die konsequente Begrünung der Architektur als Zeichen für die europäische Vision nachhaltiger und lebenswerter Städte. Ein gestalterisch herausragendes und inhaltlich tiefgründiges Werk, das völlig verdient die Bundesebene erreicht hat.







