Modul 4.2

RAHMEN K4-4
AFZ66K

KOMMENTAR LANDESJURY:

Die Schülerin Ha My Le aus dem Jahrgang 12 der Georg-Büchner-Schule in Darmstadt hat mit einem großformatigen Acrylgemälde am 73. Europäischen Wettbewerb im Modulthema 4.2 „Die Gedanken sind frei“ teilgenommen. In ihrem Werk thematisiert sie, wie soziale Medien unsere Gedanken beeinflussen und Menschen gedanklich lenken. Die dargestellte Figur wird zur Marionette, deren Denken von Unwahrheiten – symbolisiert durch die Kinderbuchfigur Pinocchio – sowie von äußeren Stimmen geprägt ist, die die Künstlerin durch mehrere Münder bildlich sichtbar macht.

Modul 4.2

RAHMEN K4-10
AL4N9C

KOMMENTAR LANDESJURY:

4-2 „Die Gedanken sind frei …“ Krimlowski, Paulina hat sich mit diesem eindrucksvollen Beitrag von der Humboldtschule in Bad Homburg erfolgreich für die Bundesebene qualifiziert. In kreativer Transformation von Berthe Morisots „La Psyché“ führt das Bild das Thema in die Moderne. In einer stillen, nächtlichen Szene begegnet eine junge Frau ihrem eigenen kritischen Blick. Der Körper wird zum Ort von Unsicherheit, Scham und verletzlicher Selbstwahrnehmung. Feine Farbnuancen und eine sensible Gestaltung schaffen eine intime, nachdenkliche Stimmung. Der eigene Blick erscheint als Grenze freier Gedanken. So macht Paulina die Bedeutung von Menschenwürde eindrucksvoll sichtbar. Mit großer Sensibilität setzt die Schülerin ein starkes Zeichen gegen Bodyshaming in dem sie zum Ausdruck bringt: „Jede Person hat das Recht, in ihrer Würde geachtet zu werden.“

 

Modul 4.2

RAHMEN K4-9
A5UY5Q

KOMMENTAR LANDESJURY:

Romy Gaßner Klasse 10 von der St. Angela Schule in Königstein nennt ihr Bild „Foreign Thoughts“. Das Bild von Romy zum Modul 4-2 „Die Gedanken sind frei….“ setzt sich mit genau dieser Frage auseinander. Europa steht oft für Freiheit und Selbstbestimmung, doch wie frei ist unser Denken wirklich? Die Person steht für die gesamte europäische Gesellschaft, weshalb sie bewusst ohne individuelle Merkmale dargestellt ist. Während der Oberkörper ruhig ist, besteht der Kopf und somit die Gedanken aus chaotisch aufgetragenen Pinselstrichen. Diese wurden von dem Pinsel rechts neben dem Menschen ausgeführt, der für äußere Einflüsse wie Medien, Politik oder Normen steht, die die eigentliche Struktur der Gedanken beeinflussen. 

 

Modul 4.2

RAHMEN K4-7B
A92Q64

KOMMENTAR LANDESJURY:

BUNDESPREIS

Vivien Zhu aus dem Jahrgang Q3 der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich hat im Modul 4.2 „Die Gedanken sind frei“ ein eindringliches Bild gestaltet. Es thematisiert, wie in einer Welt voller Informationen und Impulse viele Menschen unreflektiert ihren Weg gehen – getrieben von Gewohnheit und Anpassung statt eigener Überzeugung. Nachrichten, soziale Medien und öffentliche Stimmen streuen „Scheinwahrheiten“, die sich rasch vermehren; ohne Hinterfragen werden fremde Meinungen zur eigenen. Erst kritisches Denken, Abwägung und Selbstreflexion schaffen wahre gedankliche Freiheit – auch wenn sie Mut und Abgrenzung von der Masse verlangen.

 

Modul 4.2

RAHMEN K4-5
A74W4Q

KOMMENTAR LANDESJURY:

BUNDESPREIS

Paulina Abresch aus der Jahrgangsstufe 12 der Adolf-Reichwein-Schule in Limburg greift im Acrylgemälde zum Modul 4.2 „Die Gedanken sind frei“ eine zentrale Frage europäischer Werte auf: Freiheit in Demokratie und EU bedeutet nicht automatisch gedankliche Unabhängigkeit. Ihre selbstbewusste Beschreibung zeigt, wie persönliche Gedanken – trotz individueller Zugehörigkeit oft länderübergreifend durch gemeinsame Werte getragen werden.

Sie selbst beschreibt ihr Bild wie folgt: „Ich lebe in einem freien Land, in einer Demokratie, und diese Faktoren sind der Grundbaustein, auf dem die Mitgliedstaaten der Europäischen Union aufbauen. Die EU basiert auf dem Grundrecht der Freiheit. Aber sind meine Gedanken deshalb schon frei? Gedanken sind etwas sehr Persönliches, aber sind sie dadurch automatisch frei? (...)

 Ihr Fazit „Gedanken sind nicht nur individuell, sondern werden überall geprägt“ unterstreicht pointiert die Notwendigkeit kritischer Reflexion in einer vernetzten Welt. Eine nachdenkliche, hochreife Auseinandersetzung!

 

 

Modul 4.2

RAHMEN K4-8A
AHDY9X

KOMMENTAR LANDESJURY:

BUNDESPREIS

„Die Gedanken sind frei...“ – Gefangen im Netz? Ben Schütze vom Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt (Jahrgang 12) präsentiert mit seiner Radierung einen hochaktuellen Beitrag. In einer Zeit von Bilderfluten und Fake News hinterfragt sein Werk kritisch, wie frei unser Denken im digitalen Zeitalter tatsächlich noch ist. Die handwerkliche Präzision der Radierung verleiht dem Motiv eine besondere Schwere und Tiefe: Ein Gehirn, das wie ein seltener Vogel in einem Käfig gefangen ist, gesichert durch die vertrauten Symbole von Instagram, Facebook und Co. Diese Schlösser versinnbildlichen die unsichtbare Lenkung unseres Mindsets durch soziale Medien. Besonders spannend ist Bens moderner Arbeitsansatz, bei dem er KI-Elemente als Vorlage nutzte, um die Grenze zwischen analoger Kunst und digitaler Manipulation auszuloten. Ein visionärer Beitrag zur Bundesebene, der uns eindringlich daran erinnert, dass eine wachsame Medienkompetenz das Fundament unserer europäischen Demokratie bildet.

 

Modul 4.2

RAHMEN K4-8B
AWHK2U

KOMMENTAR LANDESJURY:

Chohyeon An vom Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt (Jahrgang 12) setzt mit dieser eindrucksvollen Radierung ein wichtiges Zeichen zum Modulthema „Die Gedanken sind frei...“. Das Werk thematisiert die psychologischen Schattenseiten der ständigen Medienpräsenz und die Gefahr, sich in einer digitalen, oft manipulativen Scheinwelt zu verlieren. Die künstlerische Umsetzung ist meisterhaft: Während der Raum in tiefe, düstere Schraffuren gehüllt ist, die die Einsamkeit vor dem Bildschirm unterstreichen, bricht durch die geöffnete Tür ein heller Lichtstrahl herein. Chohyeon zeigt damit auf berührende Weise, dass menschliche Nähe, Aufmerksamkeit und der reale Austausch die stärksten Heilmittel gegen die Isolation durch soziale Medien sind. Die gezielte Kolorierung des Ausblicks ins Grüne verstärkt die Sehnsucht nach dem „Echten“. Ein tiefgründiger und technisch brillanter Beitrag zur Bundesebene, der uns daran erinnert, dass der Schutz unserer mentalen Freiheit im persönlichen Miteinander beginnt.

 

Modul 4.2

RAHMEN K4-7A
A6VU8U

KOMMENTAR LANDESJURY:

BUNDESPREIS

„Fremdgesteuert?“ – Das Spiel um unsere Gedanken. Rebecca Mathew (Jahrgang 13) von der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich präsentiert mit ihrer Ölkreidezeichnung eine tiefgreifende Analyse zum Modulthema „Die Gedanken sind frei...“. Ihr Werk nutzt die Metapher des Schachspiels, um die unsichtbaren Mechanismen der Manipulation in unserer Gesellschaft zu versinnbildlichen. Besonders faszinierend ist die vielschichtige Komposition: Während die Figuren an einem zentralen Brett über ihre Lebensentscheidungen beraten, werden sie wortwörtlich von oben herab gesteuert. Fremde, anonyme Hände greifen in die Gedankenwelt ein – Symbole für Medienmacht, algorithmische Steuerung und sozialen Druck. Durch die kräftige, fast fiebrige Textur der Ölkreide erzeugt Rebecca eine beklemmende Atmosphäre, die den Betrachter zur Selbstreflexion zwingt. Ihr Werk ist ein flammendes Plädoyer für ein kritisches Bewusstsein: Nur wer erkennt, dass er Teil eines fremdgelenkten Spiels ist, kann die Autonomie seiner Gedanken und damit die Grundpfeiler unserer Demokratie verteidigen. Ein intellektuell wie handwerklich herausragender Beitrag zur Bundesebene.

 

Modul 4.2
 

RAHMEN K4-6A + K4-6B
AL9Z4S

KOMMENTAR LANDESJURY:

Diese eindrucksvolle Plakatkampagne von Annika Leppla zum Thema „Die Gedanken sind frei…“ besticht durch ihre klare Bildsprache und ihren mutigen, gesellschaftskritischen Ansatz. Die Schülerin der 12. Jahrgangsstufe der Karl Kübel Schule in Bensheim greift die Ästhetik moderner Werbung auf und verwandelt sie in ein kraftvolles Statement gegen Manipulation und Gleichschaltung. Mit dem Motiv des etikettierten Gehirns als vermeintlich „staatlich geprüft“ und der Waschmaschine, die Gedanken „reinigt“, entlarvt sie pointiert die Mechanismen von Beeinflussung durch Staat, Medien und wirtschaftliche Interessen. Besonders wirkungsvoll ist der gezielte Einsatz von reduzierten, plakativen Farben und starken Kontrasten, die die Botschaft unmittelbar erfahrbar machen.

 

©Europäischer Wettbewerb HESSEN 
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