


ARBEITEN HESSEN
Highlights aus dem 73. Europäischen Wettbewerb
Schülerarbeiten aus Hessen vom 73. Europäischen Wettbewerb

Kommentar der Bundesjury als Würdigung für Patrizia Hofmann und ihre Arbeit „Europa zwischen den Zeilen“
Patrizia Hofmann erhält den Bundespreis für eine inhaltlich wie gestalterisch überzeugende Arbeit, die das diesjährige Thema auf eindrucksvolle Weise mit Leben füllt. In „Europa zwischen den Zeilen“ verbindet sie die Auseinandersetzung mit Mobbing und digitaler Gewalt mit den grundlegenden Werten Europas: Menschenwürde, Respekt, Gleichberechtigung und Verantwortung.
Die Jury würdigt besonders die klare erzählerische Kraft des Textes. Mit großer sprachlicher Sensibilität entwickelt Patrizia Hofmann eine Geschichte, die leise beginnt und sich zu einer starken, glaubwürdigen und berührenden Auseinandersetzung mit Ausgrenzung, Schweigen und Zivilcourage entfaltet.
Hervorzuheben ist auch, wie konsequent sie den Europa-Bezug herausarbeitet. Die Europäische Grundrechtecharta, der Hinweis auf europäische Initiativen gegen Hassrede und Mobbing sowie die Frage nach gelebten Rechten im Alltag zeigen ein reflektiertes Verständnis davon, dass Europa nicht nur ein politischer Raum ist, sondern auch ein Werteversprechen.
Ihre Arbeit überzeugt zudem durch die gelungene Verbindung von persönlicher Perspektive und gesellschaftlicher Relevanz. Patrizia Hofmann macht sichtbar, wie schnell Ausgrenzung im Alltag entsteht, und zeigt zugleich, dass Veränderung dort beginnt, wo Menschen hinschauen, widersprechen und handeln.
Mit dieser Arbeit gelingt ihr eine eindringliche, mutige und aktuelle Aussage, die weit über den Einzelfall hinausweist. Die Bundesjury zeichnet Patrizia Hofmann deshalb mit dem Bundespreis aus, weil sie ein wichtiges europäisches Thema mit sprachlicher Reife, Empathie und hoher Aussagekraft gestaltet hat.
Beste Arbeit:
3.3 Gewalt ist keine Option! - Text
Patrizia HOFMANN, Marienschule, Fulda, Herr Milad JAVADANI
ARBEITEN HESSEN
Highlights aus dem 72. Europäischen Wettbewerb
Schülerarbeiten aus Hessen vom 72. Europäischen Wettbewerb


Beste Arbeit 3-3 Multimedia: Marc Müller, Levi Rasch und Felix Witte,
Justin-Wagner-Gesamtschule, Roßdorf
Bundesjurykommentar
Die drei Neuntklässler Marc Müller, Levi Rasch und Felix Witte der kooperativen Justin-Wagner-Gesamtschule im hessischen Roßdorf fordern mit ihrem Filmbeitrag dazu auf, sich im Internet durch erhöhte Wachsamkeit zu schützen.
Wie groß die Gefahr ist, dass ein falscher Klick den Rechner infiziert, zeigen die drei Schüler eindrucksvoll in ihrem kurzweiligen Video. Überzeugt werben sie für den absoluten Schutz im Netz: den sagenumwobenen Antivirumed-Stick. Gegen den hat selbst der bösartigste Hacker keine Chance. Und er sei überall erhältlich, heißt es. Hoffentlich in ganz Europa!
Der Kurzfilm besticht durch die originelle Idee des Schülertrios, die minimalistische Umsetzung gepaart mit einer selbstironischen Witzigkeit, die einen ernsthaften Appell an alle.
Beste Arbeit 3-2 Text: Hannah Kim,
Georg-Büchner-Schule, Rodgau
Bundesjurykommentar:
„Fröhlichen Hitler Tag“ – mit diesen Worten beginnt Hannah Kim, 14 Jahre alt und Schülerin der Georg-Büchner-Schule, ihre Geschichte „wir sind nicht machtlos“ und wirft den unvorbereiteten Lesenden in ihre Dystopie. Durch die Ich-Erzählerin Katharina werden wir mitgenommen in ein Deutschland, in dem der „Hitler-Tag“ mit Geschenken begangen wird, in dem freie Meinungsäußerung unter Strafe steht und in dem Menschen einander nicht vertrauen können.
Hannah zeigt uns dieses erschreckende Szenario in einer lebendigen, stilistisch hervorragenden Geschichte. Ihre in der Diktatur aufgewachsene Protagonistin Katharina erfährt durch das Tagebuch ihrer Uroma, die Wahrheit über die Zeit vor der Diktatur. Für Katharinas Uroma war freie Meinungsäußerung normal, bis die Deutschen auch in den Niederlanden die Macht übernahmen, die Diktatur zur Normalität wurde und Deutschland durch den Einsatz der Atombombe den Krieg gewann. Das neu erlangte Wissen rüttelt die Hauptfigur wach, sodass sie Freunde überzeugt, sich ihr anzuschließen und trotz all der drohenden Gefahren das System der Unterdrückung, der Angst und der Kontrolle anzuprangern und die ehemals geltenden Menschenrechte öffentlich zurückzufordern.
In Anlehnung an die Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ druckt die Gruppe um die Protagonistin Flugblätter, die die Wahrheit über die Diktatur und die Vergangenheit verbreiten sollen und entrinnt am Ende nur knapp der Entdeckung. Die Autorin zeigt anschaulich, wie man „zusammen mutig“ sein und gemeinsam etwas bewegen kann. Eine herausragende Leistung!
Arbeitscode: AFMA5K
Beste Arbeit von Hannah Kim, Georg-Büchner-Schule, Rodgau













































































































































